Elternbrief

  • Name Monika Baxpöhler

Meine Tochter alleine mit knapp 17 Jahren in einer fremden Familie lebend, ein Jahr in einem fremden Land mit fremder Kultur und Sprache – ein Albtraum einer jeden Mutter … doch es wurde alles anders! Ich musste zugeben, die ersten zwei, drei Wochen nach dem Abflug meiner Tochter Helena in die USA waren für mich die schwersten Wochen der gesamten Austauschzeit. Meine Gedanken kreisten immer nur um sie – Geht es ihr gut? Wie klappt es in der Schule? Fühlt sie sich in der Familie wohl? Hat sie Freunde gefunden? Hat sie Heimweh? Vermisst sie uns schon?

Am Anfang haben wir sehr oft miteinander telefoniert und hatten Emailkontakt. In unseren Gesprächen machte sie immer einen sehr glücklichen und zufriedenen Eindruck und ich glaube so glücklich und zufrieden war sie auch. Dieses Austauschjahr hat meine Tochter so aufblühen lassen, wie ich es vorher nicht gedacht hätte. Sie war total ausgeglichen und glücklich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Zuerst war ich ja sehr skeptisch, aber nach den ersten paar Monaten merkte ich, dass ihr dieses Jahr sehr gut tat.

Ich bin froh, dass ich ihre Entscheidung, ein Jahr in den USA zu verbringen, unterstützt habe. Außerdem haben wir als Familie gemerkt, dass eine Person weniger in der Familie eine große Lücke hinterlässt, die jetzt zum Glück wieder gefüllt ist.

Rückblickend muss ich sagen, dass dieses Jahr eine gute Erfahrung für meine Tochter und uns war und dass es trotz aller Bedenken sehr schnell vorbei gegangen ist. Aus diesem Grunde unterstütze ich auch meine zweite Tochter in ihrem Wunsch, ein Jahr in den USA zu verbringen.